Chrome 157: 213 Lücken geschlossen, 7 kritisch
Chrome 157 stopft 213 Sicherheitslücken, sieben gelten als kritisch, eine betrifft Android. So prüft ihr in einer Minute, ob euer Browser aktuell ist.

Google hat Chrome 157 am 3. November in den Stable-Kanal für Windows, macOS und Linux geschoben. Das Update stopft 213 Sicherheitslücken, sieben davon stuft Google als kritisch ein. Eine dieser Lücken sitzt in der Grafikschicht ANGLE und trifft auch Chrome auf Android.
213 Fixes in einem Rutsch
Die neuen Versionsnummern lauten 157.0.8103.38/.39 für Windows und macOS, unter Linux bleibt es bei 157.0.8103.38. Ausgerollt wird laut Google in den kommenden Tagen und Wochen. Unter den kritischen Funden sind Pufferüberläufe in Dawn und Speicherfehler in ANGLE, WebGL, Prerender, Geometry und Core. Der höchste Betrag aus dem Bug-Bounty-Programm ging mit 10.000 Dollar an den Melder von CVE-2026-121156, einem Pufferüberlauf in Dawn.
Der unangenehmste Fall ist CVE-2026-121229, eine Speicherbeschädigung in ANGLE. Laut Malwarebytes reicht eine präparierte HTML-Seite, um darüber Code außerhalb der Sandbox auszuführen. ANGLE ist die Grafik-Übersetzungsschicht von Chrome; Fehler dort gelten als besonders wertvoll, weil sie aus einem Seitenbesuch direkten Code auf dem System machen können.
Was heißt das für euch?
Chrome aktualisiert sich normalerweise im Hintergrund, bleibt aber hängen, wenn der Browser wochenlang nicht geschlossen wird oder eine Erweiterung dazwischenfunkt. Nachsehen lässt sich das über das Drei-Punkte-Menü und „Hilfe → Über Google Chrome“, alternativ direkt unter chrome://settings/help. Steht dort eine neuere Version, genügt ein Klick auf „Neu starten“. Auf Android zieht Chrome auf 157.0.8103.38 nach, für iOS gibt es 157.0.8103.37 mit reinen Leistungsverbesserungen. Wer den Extended-Stable-Kanal nutzt, bekommt 156.0.8078.88 mit 55 Korrekturen, drei davon kritisch.
Google hält Details zu den einzelnen Lücken zurück, bis die Mehrheit der Nutzer gepatcht ist. Das ist üblich und der Grund, warum sich ein Blick auf die Versionsnummer lohnt, statt auf automatische Updates zu vertrauen.
Chrome 157 kommt nur sechs Tage nach dem Nachpatch 156.0.8078.73/.74 vom 28. Oktober, der noch 52 Lücken und vier kritische Fehler adressierte. Der Takt bleibt also hoch: Zwischen den Sicherheitswellen liegen derzeit oft nur Wochen, wie schon beim Chrome-154-Update im September.
Ehrlich gesagt: 213 Lücken in einem Rutsch klingt nach Schlammschlacht, ist aber auch das Ergebnis eines Bug-Bounty-Programms, das ordentlich zahlt – die Fehler werden gefunden, bevor jemand sie ausnutzt. Mein Rat bleibt trotzdem stumpf: Browser heute neu starten, nicht irgendwann. Wer zusätzlich auf Phishing-Schutz in Chrome setzt, hat beim nächsten Klick weniger zu verlieren.