Telekom und 1&1: Tarife bis zu 5 Euro teurer
Telekom und 1&1 erhöhen zum 1. Oktober die Internetpreise um bis zu 5 Euro – so prüft ihr, ob euer Vertrag betroffen ist und wann Sonderkündigung hilft.

Telekom und 1&1 haben zum 1. Oktober die Preise für viele Internet-Tarife angehoben. Bei manchen Neuverträgen kommen bis zu 5 Euro im Monat dazu, bei 1&1 trifft es teilweise auch Bestandskunden. Wer gerade einen DSL- oder Glasfaservertrag abschließen will oder schon einen hat, sollte jetzt genau hinschauen.
Was sich bei der Telekom ändert
Die Telekom hat die Preise für aktuell vermarktete Internet-Kombitarife für Neukunden angehoben: DSL-Tarife kosten einen Euro mehr im Monat, Glasfasertarife und Magenta Zuhause XXL Hybrid zwei Euro mehr. Ausgenommen sind nur die Basic- und Start-Tarife. Wer zusätzlich Magenta TV Smartstream bucht, zahlt künftig 20 statt 17 Euro monatlich. Rechnet man alles zusammen, kommen laut Verivox bei manchen Neukunden bis zu 5 Euro extra im Monat zusammen. Businesstarife bleiben außen vor, und wer seinen Glasfaseranschluss schon bestellt, aber noch nicht geschaltet hat, zahlt die alten Konditionen weiter.
Bei 1&1 trifft es auch Bestandskunden: Ein Teil der laufenden Verträge wird um bis zu 3 Euro im Monat teurer, betroffen sind offenbar auch Tochtermarken wie sim24. Offiziell bestätigt hat 1&1 das bislang nicht, ebenso wenig, welche Tarife genau angepasst werden. Beide Anbieter begründen die Erhöhung mit gestiegenen Energie- und Betriebskosten sowie nötigen Investitionen in den Glasfaserausbau.
Was das für euch heißt
Wenn euer bestehender Vertrag während der Laufzeit teurer wird, greift ein Sonderkündigungsrecht – ihr müsst die alte Mindestlaufzeit dann nicht abwarten. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit könnt ihr ohnehin monatlich kündigen. Verivox-Experte Jörg Schamberg weist zudem darauf hin, dass ab Juli 2027 die DSL-Vorleistungsgebühren steigen – weitere Preiserhöhungen bei anderen Anbietern sind also nicht ausgeschlossen. Ähnliche Anhebungen gab es schon 2023 und 2025, damals zogen nach Vodafone auch Telekom und O2 nach.
Ehrlich gesagt überrascht mich das Muster kaum noch: Jeder große Provider begründet seine Preisrunden fast wortgleich mit Energiekosten und Glasfaserausbau, während die Grundgebühren für viele Kunden seit Jahren nur eine Richtung kennen. Wer einen betroffenen Vertrag hat, sollte das Sonderkündigungsrecht nutzen und direkt vergleichen – ähnlich wie bei der Amazon-Prime-Preiserhöhung, die der BGH gerade kassiert hat, lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte.