Spotify-Podcasts: Bezahl-Mitgliedschaften starten
Spotify startet bezahlte Podcast-Mitgliedschaften jetzt auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz – das bringt die neue Funktion.

Spotify schaltet ab sofort bezahlte Podcast-Mitgliedschaften frei, die sogenannten „Memberships“. Podcast-Macher können damit kostenpflichtige Abos direkt über die Plattform anbieten – ganz ohne Umweg über Patreon oder Steady. Das Feature startet in 34 Ländern gleichzeitig, darunter Deutschland, Österreich und die Schweiz.
Was genau hinter einer Mitgliedschaft steckt, bestimmen die Podcaster selbst. Denkbar sind exklusive Audio- oder Videofolgen, werbefreie Episoden, Vorab-Veröffentlichungen, Zugriff auf das Archiv oder mehrere Preisstufen nebeneinander. Als Hörer schließt ihr die Mitgliedschaft direkt auf der Profilseite des jeweiligen Podcasts ab, egal ob ihr ein kostenloses Spotify-Konto oder Premium nutzt. Wer als Mitglied unter Episoden kommentiert, bekommt zusätzlich ein eigenes Abzeichen angezeigt.
Was haben Podcaster davon?
Finanziell ist das Angebot für Creator attraktiv: Spotify lässt ihnen laut eigenen Angaben 90 Prozent der Einnahmen aus den Mitgliedschaften. Die Einstiegshürden sind überschaubar, aber nicht trivial. Der Podcast muss über Spotify for Creators oder Megaphone gehostet werden, mindestens drei Episoden online haben und in den vergangenen 30 Tagen auf mindestens 100 Hörer sowie 100 konsumierte Stunden gekommen sein.
Für Spotify ist das ein logischer Schritt. YouTube hat mit „Memberships“ für Kanäle längst gezeigt, dass Hörer bzw. Zuschauer bereit sind, ihre Lieblings-Creator direkt zu unterstützen, statt nur auf Werbung zu setzen. Für deutsche Podcaster, die bislang über externe Dienste nach zusätzlichen Einnahmen suchen mussten, dürfte das eine willkommene Alternative sein, weil die gesamte Abwicklung in der Spotify-App bleibt.
Ehrlich gesagt bin ich gespannt, wie viele kleinere Podcasts das wirklich nutzen können – die Hürde von 100 Hörern in 30 Tagen klingt niedrig, dürfte für Nischenformate aber trotzdem eine reale Grenze sein. Wer Spotify-exklusive Podcasts nicht über die App selbst hört, geht bei den Boni ohnehin leer aus.