OnePlus bringt keine neuen Geräte mehr nach Deutschland, Europa und Nordamerika. Das hat der Hersteller jetzt offiziell bestätigt – Mutterkonzern Oppo übernimmt das Geschäft in diesen Regionen. Wer ein OnePlus-Handy besitzt, bekommt aktuell sogar persönlich Post dazu.

OnePlus und Oppo erklären in einer gemeinsamen Stellungnahme, dass bestehende Geräte weiterhin Software-Updates, Sicherheitspatches und Kundendienst erhalten. Laut Oppo-Europachef Elvis Zhou wechseln betroffene Modelle “in den kommenden Monaten” von OxygenOS auf Oppos ColorOS 17. Wer nicht wechseln will, kann laut OnePlus-FAQ zu OxygenOS zurückkehren – verzichtet dann aber auf künftige Updates für das System. Store und Community in Europa bleiben laut OnePlus vorerst offen.

Mobiflip berichtet zusätzlich, dass OnePlus seine Kunden per Mail direkt zu Oppo schickt: Mit der Nachricht über Support und Updates verschickt der Hersteller gleich einen Rabattcode über 100 Euro für die neue Oppo Find X10-Serie, die morgen in Deutschland startet.

Was bedeutet das für Besitzer?

Für den Alltag ändert sich erstmal wenig: Garantie und gesetzliche Gewährleistung bleiben laut OnePlus unberührt, Updates kommen vorerst weiter. Spürbar wird der Rückzug erst beim nächsten Gerätekauf – wer bei der Marke bleiben will, landet automatisch bei Oppo samt ColorOS statt des gewohnten OxygenOS. Schon seit einiger Zeit verlinkte der OnePlus-Store in Europa zu Oppo-Produkten, der Schritt kam also nicht aus dem Nichts.

Ehrlich gesagt ist das wenig überraschend: OnePlus war in Europa zuletzt vor allem ein zweites Label für Oppo-Hardware, eigene Impulse gab es kaum noch. Ob Oppo als Marke gegen Apple und Samsung in Deutschland eine echte Chance hat, bleibt abzuwarten – dafür müsste deutlich mehr investiert werden als bisher.

Wer gerade über ein neues Smartphone nachdenkt, findet aktuelle Preis-Entwicklungen auch in unserem Artikel zur Galaxy-S26-Preiserhöhung durch die Speicherkrise.