Amazon hat seine komplette Kindle-Reihe neu aufgelegt. Der Basis-Kindle, der Paperwhite und der Colorsoft kommen dünner, leichter und mit einem bündigen Display, das ohne die bisherige Vertiefung auskommt. Erstmals gibt es auch Modelle mit Aluminium-Rückseite.

Der Schichtaufbau des Displays ist laut Amazon umgekehrt worden — ein Novum bei E-Book-Readern. Die Farbe zieht sich jetzt durchgehend von der Front bis zur Rückseite, der Einschaltknopf wandert bei allen Modellen nach oben rechts. Der Basis-Kindle behält sein 6-Zoll-Display, hält bis zu sechs Wochen durch und öffnet Bücher 30 Prozent schneller. In der Kunststoffversion mit 16 GB kostet er 155 Euro, die neue Aluminium-Variante mit 32 GB liegt bei 195 Euro.

Was kosten Paperwhite und Colorsoft?

Der Paperwhite mit 7-Zoll-Display und bis zu zwölf Wochen Akkulaufzeit startet bei 210 Euro (16 GB). Die Signature Editions von Paperwhite (260 Euro) und Colorsoft (330 Euro) bekommen Alu-Gehäuse, 32 GB, automatisches Frontlicht und Pogo-Pin-Laden. Das Colorsoft-Basismodell mit überarbeitetem Farbdisplay kostet 300 Euro — Mikro-Deflektoren im Lichtleiter sollen die Ausleuchtung gleichmäßiger machen.

Günstig ist das nicht: Der Basis-Kindle kostete 2024 noch 110 Euro, die Paperwhite Signature Edition 200 Euro. Ein Großteil der Differenz geht auf eine Preiserhöhung im August zurück, die Amazon mit der Speicherkrise begründete — plus 40 bis 50 Euro quer durch die Reihe. Ähnliche Aufschläge gab es zuletzt auch beim neuen Fire TV Stick 4K.

Kindle und Kindle Aluminium sind sofort erhältlich. Paperwhite und Colorsoft lassen sich vorbestellen, Liefertermin ist der 11. November. Neues Zubehör gibt es auch: eine Bluetooth-Fernbedienung zum Umblättern (35 Euro), eine magnetische Hülle mit Tasten (80 Euro) und eine Ladestation mit Pogo-Pins (55 Euro). Ehrlich gesagt finde ich den Sprung beim Design überzeugend — ob die Preisaufschläge gerechtfertigt sind, muss sich aber erst zeigen.