Seit dem 1. Oktober 2026 gibt es das Führungszeugnis endlich auch digital. Statt auf grünes Papier per Post zu warten, landet das Dokument als PDF direkt im BundID-Postfach — meist innerhalb weniger Stunden.

Beantragt wird über fuehrungszeugnis.bund.de. Ihr braucht einen Personalausweis mit aktivierter Online-Ausweisfunktion (eID) samt PIN, ein NFC-fähiges Smartphone und eine Kreditkarte. Die Gebühr bleibt mit 13 Euro identisch zur Papierversion. Ein BundID-Konto könnt ihr direkt im Antragsprozess erstellen, falls noch keins vorhanden ist.

Was unterscheidet das digitale vom gedruckten Zeugnis?

Optisch hat die PDF-Variante einen weißen Hintergrund statt des bekannten Grüns und trägt einen QR-Code. Die Echtheit wird doppelt abgesichert: über ein qualifiziertes elektronisches Siegel (QSeal) in der Datei und ein visuelles Digitalsiegel per QR-Code. Arbeitgeber oder Behörden können mit der kostenlosen App ZeSI mobile der Bundesdruckerei prüfen, ob das Dokument echt und unverändert ist — sowohl digital als auch auf einem Ausdruck.

Kleiner Haken zum Start: Bei einzelnen Samsung-Modellen (Galaxy A36 5G und A13 5G) gibt es derzeit Probleme mit der Verifizierungs-App. Ein Fix ist laut Bundesdruckerei in Arbeit.

Ehrlich gesagt finde ich es überfällig, dass ein Standarddokument 2026 endlich digital zugestellt werden kann. Dass die Gebühr trotz weggefallener Druck- und Portokosten gleich bleibt, passt ins Bild — aber immerhin spart ihr euch Wartezeit und den Gang zur Meldebehörde. Wer sich für digitale Behördenprozesse interessiert: Auch der Kassenbon wird ab 2028 digital.