AMD FSR 4.1: Upscaling läuft jetzt auf alten Radeon-Karten
AMD FSR 4.1 kommt per Treiber kostenlos auf die Radeon-RX-6000-Reihe, Ryzen-APUs und bald Xbox Series X/S – so holt ihr euch das Upscaling-Update.

AMD öffnet sein KI-Upscaling FSR 4.1 für ältere Hardware: Die gesamte Radeon-RX-6000-Reihe, mehrere Ryzen-APU-Serien und bald auch die Xbox Series X/S bekommen die Technik nachgereicht. Bisher war FSR 4.1 den neueren Grafikkarten-Generationen vorbehalten.
Treiber bringt das Upscaling kostenlos nach
Ausgeliefert wird die Erweiterung über den WHQL-Treiber AMD Software: Adrenalin Edition 26.10.1, der seit dem 20. Oktober verfügbar ist. AMD hat laut eigenen Angaben das zugrunde liegende KI-Modell angepasst, sodass es jetzt von der RX 6950 XT bis hinunter zur Einsteigerkarte RX 6400 läuft. Gegenüber dem älteren FSR 3.1 soll die Bildrekonstruktion stabiler und schärfer ausfallen, weil neuronale Netze die niedriger aufgelösten Frames hochskalieren.
Auch integrierte Grafik profitiert: Ryzen AI Max (Strix Halo, Gorgon Halo), die Serien Ryzen AI 9 300/400 sowie die Z2-Chips in Gaming-Handhelds wie dem ROG Xbox Ally erhalten ein kompakteres, ressourcenschonenderes Modell für den geringeren Strombudget-Rahmen mobiler Geräte. Der Treiber bringt außerdem Support für Call of Duty: Modern Warfare 4, Star Wars: Galactic Racer und Final Fantasy Resonance mit – allerdings auch ein bekanntes Ruckel-Problem bei COD:MW4 auf RX-6000-Karten und höher.
Xbox-Konsolen folgen, Termin offen
Gemeinsam mit Microsoft bringt AMD FSR 4.1 zudem auf die Xbox Series X und Series S. Technisch passt das, weil beide Konsolen ebenfalls auf der RDNA-2-Architektur basieren wie die RX-6000-Karten. Ein genaues Rollout-Datum für die Konsolen gibt es noch nicht, die Freigabe für Entwickler soll laut AMD aber zeitnah kommen. Zusätzlich kündigte AMD an, FSR künftig auch über die Vulkan-Schnittstelle bereitzustellen, und arbeitet am Frame Pacing für die Frame Generation.
Für Besitzer einer RX-6000-Karte ist das schlicht ein Geschenk: Ihr müsst nichts kaufen, der Treiber reicht. Ehrlich gesagt überrascht mich, wie lange AMD das zurückgehalten hat – gerade die RX 6600 und 6700 XT sitzen in sehr vielen Gaming-PCs und könnten die bessere Bildqualität gut brauchen. Werft vor dem Update trotzdem einen Blick in die Liste der offenen Probleme, bevor der Download startet.