Amazon beerdigt seine Fire-Tablet-Reihe und verkauft ab heute die neuen Amazon Alexa Tablets in Deutschland. Der Clou: Statt des Amazon Appstores gibt es erstmals den vollen Google Play Store, inklusive Gmail, YouTube und Google Docs nativ auf dem Gerät.

Drei Modelle stehen zur Wahl. Das Alexa Tablet 8 startet bei 229,99 US-Dollar mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher, das Alexa Tablet 11 kostet ab 329,99 US-Dollar mit 8 GB RAM. An der Spitze steht das Alexa Tablet 12 Pro ab 499,99 US-Dollar (Nanomatte-Display-Variante ab 549,99 US-Dollar), ausgestattet mit einem 4-nm-Achtkern-Chip und bis zu 16 GB RAM. Alle drei Geräte haben laut Amazon ein Alu-Unibody-Gehäuse statt der bisherigen Kunststoff-Optik der Fire-Reihe.

Eingebaut ist außerdem Alexa+ als KI-Assistent, der sich per Zuruf oder über einen eigenen Button aufrufen lässt und auch den Bildschirminhalt analysieren kann (“On-Screen Intelligence”). In den USA, Mexiko und Kanada verkauft Amazon die Tablets schon seit dem 14. Oktober, der Start in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien ist heute, der 19. Oktober 2026.

Was heißt das für Umsteiger?

Wer noch ein altes Fire-Tablet besitzt, muss sich laut Amazon keine Sorgen machen: Sicherheitsupdates soll es weiterhin geben, nur neue Hardware mit Fire-Branding kommt nicht mehr. Wer wie beim Fire TV Stick 4K das Ende des reinen Amazon-Ökosystems beobachtet hat, sieht hier die logische Fortsetzung: Amazon öffnet seine Geräte zunehmend für Google-Dienste.

Ehrlich gesagt ist der Wechsel zum Play Store überfällig – die Amazon-Appstore-Lücken bei beliebten Apps waren jahrelang der größte Kaufgrund gegen Fire-Tablets. Ob die Hardware beim Preis mithalten kann, zeigt sich erst im Alltag; die ersten Tests attestieren vor allem dem 12 Pro ein ordentliches Preis-Leistungs-Verhältnis für ein Mittelklasse-Tablet. Spannend wird, wie konsequent Amazon künftig auch die neue Kindle-Aluminium-Familie und die Tablets aufeinander abstimmt.