Meta hat auf der Connect 2026 seine VR Glasses vorgestellt — eine VR-Brille, die mit 100 Gramm deutlich leichter ist als Apples Vision Pro und ab Frühjahr 2027 für 1.299,99 US-Dollar in den Handel kommen soll. Das Gerät zielt direkt auf den Markt, den Apple mit der Vision Pro nicht richtig knacken konnte.

Was steckt in den Meta VR Glasses?

Die Brille setzt auf 5K-Micro-OLED-Panels mit Pancake-Linsen und wird vom Snapdragon Reality Elite angetrieben. Das geringe Gewicht erkauft sich Meta über einen externen Akku-Puck, der per Kabel verbunden wird — das gleiche Prinzip wie bei Apples Headset. Die Akkulaufzeit beträgt bis zu drei Stunden, geladen wird mit 45 Watt.

Gesteuert wird per Handgeste, Controller gibt es nicht. Metas KI-Agent Muse ist direkt ins System integriert. Zum Launch sollen 75 Spiele bereitstehen, darunter Xbox Cloud Gaming. Bei den Streaming-Partnern hat Meta ordentlich aufgefahren: Disney+, YouTube, Amazon Prime Video, HBO Max, Paramount+ und Crunchyroll liefern Inhalte. Die Brille unterstützt IMAX Enhanced, Dolby Vision und Dolby Atmos. Regisseur James Cameron arbeitet mit Meta daran, ab 2027 Blockbuster erstmals in 3D für die Plattform zu zeigen.

Neben den VR Glasses stellte Meta auf der Connect auch neue Smart Glasses vor: die Ray-Ban Meta Audio ohne Kamera ab 349 US-Dollar (43 Gramm, bis zu zwölf Stunden Akku) und die Ray-Ban Meta Gen 3 ab 449 US-Dollar mit 12-Megapixel-Kamera und 3K-Video.

Die Vision Pro hat gezeigt, dass ein teures VR-Headset allein nicht reicht — viele Käufer berichteten, dass die Brille nach kurzer Zeit in der Schublade landete. Meta setzt auf einen niedrigeren Preis und deutlich weniger Gewicht, muss aber dieselbe Sinnfrage beantworten. Ehrlich gesagt bin ich skeptisch, ob 1.300 Dollar für ein Gerät ohne klare Killerapp den Massenmarkt erreichen — aber die Hardware-Specs und das Content-Angebot sehen zumindest solider aus als bei Apples Versuch.