Logitech bringt seine überarbeitete Gaming-Maus G502 X in Europa mit einem Wechselakku auf den Markt. Im Rest der Welt bleibt der Akku fest verbaut — eine bewusste Entscheidung des Herstellers.

Vorgestellt hat Logitech die neue G502 X auf seinem Event G Play 2026. Die EU-Variante setzt auf einen Akku im sogenannten Hardpack-Format: ein starres Gehäuse, das sich schwerer durchstechen lässt als die bisher verbauten Softpack-Zellen. Die Lightspeed-Version wiegt 102 Gramm, die Plus-Variante 106 Gramm. Beide Modelle bekommen einen Hero-Sensor mit bis zu 44.000 dpi. Der Preis liegt bei 170 Euro. Zusätzlich ersetzt Logitech die PTFE-Gleitfüße durch solche aus UHMWPE — ein Vorgriff auf die mögliche PFAS-Beschränkung der EU.

Warum nur in Europa?

Ab dem 18. Februar 2027 schreibt die EU-Batterieverordnung vor, dass ihr Akkus in kabellosen Geräten selbst austauschen können müsst — mit handelsüblichem Werkzeug oder kostenlos mitgeliefertem Spezialwerkzeug. Ersatzakkus müssen Hersteller mindestens fünf Jahre nach der letzten verkauften Einheit anbieten.

Logitechs Gaming-Chef Robin Piispanen macht keinen Hehl daraus, dass er die Regelung für Mäuse unnötig findet. „Very few people will do this", sagte er gegenüber The Verge. Sein Argument: Die Softpack-Akkus seien leichter und günstiger, aber für Laien nicht sicher zu handhaben. Die robusteren Hardpack-Akkus kosten mehr und bringen zusätzliches Gewicht. In den USA etwa rechne Logitech nicht damit, dass genug Nutzer den Akku tauschen würden — deshalb gibt es dort keine Wechselakku-Version. Nintendo geht mit dem Switch 2 übrigens denselben Weg: Auch dort gibt es die Version mit austauschbarem Akku nur in Europa.

Ehrlich gesagt finde ich Piispanens Logik widersprüchlich. Natürlich tauschen wenige Leute den Akku, wenn es bisher schlicht nicht möglich war. Genau das soll die Verordnung ja ändern. Und 170 Euro für eine Maus, die nach drei Jahren Elektroschrott wird, weil der Akku schlapp macht — das muss 2027 nicht mehr sein.