Mozilla rollt am Dienstag, den 29. September, Firefox 157 aus — und damit das größte Redesign seit Jahren. „Nova" heißt die neue Oberfläche, die Symbolleisten, Menüs und Seitenleiste komplett überarbeitet.

Was bringt das Nova-Design?

Kern der Neuerung ist ein Kompaktmodus, der den Abstand zwischen Tabs und Symbolleisten verringert. Auf kleinen Bildschirmen oder bei geteilten Ansichten schafft das spürbar mehr Platz für Webinhalte. Dazu kommen neue integrierte Themes in hellen und dunklen Varianten, umschaltbar mit einem Klick.

Unter der Haube steckt ebenfalls einiges: WebRTC-Videoanrufe nutzen jetzt AV1-Hardware-Decodierung, sofern das Gerät es unterstützt. Firefox warnt außerdem neu, wenn TLS-Verschlüsselungsschlüssel gespeichert werden — andere Programme könnten den verschlüsselten Datenverkehr dann mitlesen. Amazon wurde als integrierte Suchmaschine entfernt, lässt sich aber manuell in den Sucheinstellungen wieder hinzufügen.

Wer Nova nicht mag, kann das alte Design über about:config zurückholen: Den Wert browser.nova.enabled auf false setzen. Mozilla lässt diese Option bis Ende 2027 bestehen. Auch die überarbeitete Seitenleiste lässt sich über sidebar.revamp separat abschalten.

Für die ESR-Versionen gibt es ebenfalls Updates: Firefox 153.4 ESR, 140.17 ESR und 115.42.0 ESR erhalten Sicherheitskorrekturen. Für den 140er-Zweig ist es das letzte Update — danach wechselt Mozilla auf den 153er ESR. Ähnlich wie beim jüngsten Chrome-154-Sicherheitsupdate zeigt sich: Browser-Updates sind gerade Pflichtprogramm.

Ehrlich gesagt finde ich den Kompaktmodus überfällig. Dass Mozilla gleichzeitig den Rückweg über about:config offenhält, ist klug — so kommt die Community mit, statt reflexartig abzuspringen.