In-Game-Währungen: EU ermittelt gegen neun Spielefirmen
Das CPC-Netzwerk untersucht Minecraft, Candy Crush und Co. wegen versteckter Echtgeldkosten – was das für eure Rechte als Spieler bedeutet.

Die EU macht ernst gegen verschleierte Preise in Videospielen: Das Verbraucherschutz-Netzwerk CPC hat koordinierte Ermittlungen gegen neun große Spielefirmen gestartet. Im Kern geht es um In-Game-Währungen, die echte Kosten hinter Juwelen, Münzen und Paketen verstecken.
Betroffen sind Crytek (Hunt: Showdown), InnoGames (Forge of Empires), King (Candy Crush Saga), Mojang (Minecraft), Plarium (Mech Arena), PLR Worldwide (Gardenscapes), Riot Games (Valorant), Supercell (Clash of Clans) und Ubisoft (For Honor). Parallel läuft eine gesonderte Untersuchung gegen Activision Blizzard wegen Diablo Immortal und Call of Duty: Mobile.
Was fordern die Verbraucherschützer?
Die Behörden verlangen Klartext-Preise in Euro statt mehrfach verschachtelter Fantasiewährungen. Außerdem sollen Spieler ihr 14-tägiges Widerrufsrecht auch bei ungenutztem Guthaben einlösen können – bisher verweigern das viele Publisher. Bei Activision Blizzard prüft das CPC-Netzwerk zusätzlich manipulatives Spieldesign, sogenannte Dark Patterns, und den Umgang mit Kinderdaten.
Der Hintergrund: Schon 2025 hatte das CPC-Netzwerk Leitlinien für faire In-Game-Währungen veröffentlicht und den Dialog mit der Branche gesucht. Die Gespräche blieben laut den Behörden ergebnislos, eine Marktprüfung folgte – jetzt kommen die formellen Ermittlungen.
Ehrlich gesagt finde ich, der Schritt war überfällig. Wer Kinder hat, kennt das Spiel: Das gewünschte Skin kostet 850 Gems, das kleinste Paket gibt’s aber nur mit 500 oder 1.000 – und der Rest verfällt praktisch. Ob die Branche ähnlich wie bei den jüngsten AGB-Änderungen von Disney+ einknickt oder sich querstellt, wird spannend zu beobachten sein.